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#23 Many Fanin
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BeitragVerfasst am: 08.06.2006, 17:13    Titel: Antworten mit Zitat

SPIELTAG 08.06.2006

Edmonton - Carolina 0-5 (0-1/0-2/0-2)

(Serie 0-2)
Edmontons Trainer Craig MacTavish ließ Mittwoch Morgen noch offen, wer für die Oilers im zweiten Stanley Cup Finale das Tor hüten wird. "Ich kann Ihnen nur sagen wer nicht spielt: Dwayne Roloson" Nach dem verletzungsbedingten Ausfall im ersten Finalspiel von Edmontons Stammtorhüter und dem Patzer von Ty Conklin in der Schlussminute, der zum Siegtreffer der Carolina Hurricanes führte, standen die Chancen für Jussi Markkanen nicht schlecht und der 31-jährige Finne sollte tatsächlich heute Nacht das Vertrauen seines Trainers bekommen.
Doch auch auf Seiten der Carolina Hurricanes war vor dem heutigen Aufeinandertreffen nicht alles eitel Sonnenschein. Headcoach Peter Laviolette war zwar mit dem 5-4 Endstand aber keineswegs mit der Vorstellung seines Teams zufrieden. "Der positivste Aspekt den wir aus Game 1 ziehen können, ist, dass wir am Ende das Eis als Sieger verlassen konnten. Spielerisch müssen wir heute aber wesentlich mehr zeigen."

Was den Unterhaltungswert und den Spannungsbogen betrifft haben die Kontrahenten im ersten Finalspiel die Messlatte besonders hoch gehängt. Gespannt konnte man darauf sein, ob ihnen solch ein Thriller auch heute gelingen sollte. Die ersten Minuten begannen verheißungsvoll. Beide Mannschaften suchten sofort ihr Heil im Spiel nach vorne. Nach knapp 30 Sekunden musste Markkanen erstmals rettend eingreifen und auch die Oilers sollten, vor allem bei ihrem ersten Überzahlspiel, mehrere Male Cam Ward prüfen. Den ersten Grund zum Jubeln hatten dann die Gastgeber als die Oilers mit vier Mann im Angriffsdrittel standen und nach allen Regeln der Kunst ausgekontert wurden. Andrew Ladd(7.) schoss den sich in den Schuss werfenden Bergeron an und die Scheibe landete unhaltbar abgefälscht für Markannen oben rechts im Toreck.
Die Oilers ließen sich von dem Rückstand nicht beeindrucken. Mit dem Mute der Verzweiflung stürmten sie nach vorne, was wiederum ihren Gastgebern gelegentlich Freiraum zu schnellen Gegenangriffen gab, den sie aber nicht zu nutzen wussten. Die Westkanadier müssen sich den Vowurf gefallen lassen, dass sie sich aus ihrer spielerischen und optischen Überlegenheit heraus zu wenig richtig gute Torchancen erarbeiten konnten.

Richtig brenzlig wurde es für die Oilers im Mittelabschnitt als sich zunächst Greene und Smith binnen 46 Sekunden je zwei Strafminuten einhandelten und nachdem diese Unterzahlsituationen gerade überstanden waren erneut mit Torres ein Gast auf der Strafbank Platz nehmen musste. Rod Brind'Amour traf beim anschließenden Überzahlspiel nur das Torgestänge bevor Markkanen den Puck unter sich begraben konnte. Sekunden später machte es Frantisek Kaberle(31.pp) besser und beförderte die Scheibe durch die Schoner des finnischen Torstehers. Ein Kunststück das den Oilers trotz aller Bemühungen und turbulenten Szenen vor Ward bis zur zweiten Drittelpause nicht mehr gelingen sollte. Im Gegenteil 2,4 Sekunden vor Drittelende erhöhte Cory Stillman(40.) auf 3-0.

Keine Zweifel über den heutigen Sieger ließen die 'Canes' zu Beginn des Schlussabschnitts aufkommen. Gerade einmal 141 Sekunden waren gespielt als NHL-Veteran Doug Weight(43.pp) aus einem Powerplay heraus das 4-0 und nur wenig später, erneut standen die Oilers mit einem Mann weniger auf dem Eis, Mark Recchi(45.pp) das 5-0 markierte.
In der letzten Viertelstunde stellten sich nur noch die Fragen wie hoch der Kantersieg der Hausherren ausfallen wird und ob Cam Ward seinen Kasten bis zum Ertönen der Schlusssirene sauber halten kann. Mit insgesamt 25 Rettungstaten konnten ihm die Oilers seinen 'Final-Shutout' nicht mehr nehmen, vor allem da diese in den letzten 3 1/2 Spielminuten mit einem Mann weniger auf dem Eis auskommen mussten.
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#47 Simon Züger #23 Mike Maneluk
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#23 Many Fanin
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BeitragVerfasst am: 11.06.2006, 07:55    Titel: Antworten mit Zitat

SPIELTAG 11.06.2006
Carolina - Edmonton 1-2 (0-1/0-0/1-1)
(Serie 2-1)
Carolinas Headcoach Peter Laviolette gab an seine Jungs die Devise aus, sich nicht von der Kulisse im Rexall Place beeindrucken zu lassen: "Wir müssen einfach unser Spiel spielen und dürfen uns keinesfalls nur hinten reinstellen. Wir müssen agieren statt reagieren."
Ein Vorhaben, das den Carolina Hurricanes angesichts des brodelnden Hexenkessels im Norden Albertas nicht leicht fallen sollte. Schon beim Warmlaufen, eine halbe Stunde vor Spielbeginn, wurden die Gäste aus Raleigh in der erst halb vollen Arena, mit einem gellenden Pfeifkonzert begrüßt.
'Get Electric' lautet das Motto der Hausherren und im wahrsten Sinne des Wortes elektrisierend war tatsächlich die Stimmung beim Einlauf der Protagonisten. Diese Atmosphäre hielt auch zunächst an, nachdem die Hausherren sehr schwungvoll in die Partie starteten und bereits in der 3. Minute in Führung gingen. Shawn Horcoff(3.) konnte einen strammen Schuss von Jaroslav Spacek von der Blauen Linie erfolgreich abfälschen. Danach entwickelte sich ein munteres Spiel mit offenem Schlagabtausch, ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Die Oilers versäumten vor allem in Überzahl, selbst bei einem 5 gegen 3 Powerplay über 87 Sekunden, den Spielstand weiter auszubauen. Enttäuschend war dazu, dass sie dabei kaum Torschüsse produzieren konnten. Dies drückte die Stimmung und die Begegnung selbst verflachte zunehmend.
Aus der mitreißenden Partie wurde immer mehr ein Kampfspiel, indem beide Kontrahenten gelegentlich gefährlich vor den Toren auftauchten, sich aber weitgehend im Offensivdrang neutralisierten. Die beste Chance hatte im zweiten Abschnitt noch der Oiler Michael Peca, der in der 27. Minute alleine vor Cam Ward scheiterte. Gut fünf Minuten vor Ende des Mittelabschnittes hätten die Canes dann fast den Ausgleich erzielt, als beim Nachschuss zwei Akteure frei vor Jussi Markkanen nachsetzten, jedoch den guten Oilers Schlussmann nicht bezwingen konnten. Die Gastgeber jubelten anschließend zwar ein weiteres Mal, doch der Schiedsrichter hatte zuvor die Partie bereits unterbrochen, als der Puck bei Ward eigentlich noch spielbar zwischen den Beinen lag und konnte daher den Treffer nicht anerkennen.
Das Spiel blieb dadurch offen und spannend, ein Leckerbissen wurde es indes aber nicht mehr. Wie es häufig so kommt, schafften die Gäste dann doch den Ausgleich. Oilers Stürmer Fernando Pisani verlor einen Zweikampf an der Bande im eigenen Drittel. Der Puck kam zu Cory Stillman, der wiederum seinen Kapitän Rod Brind'Amour(50.) vor dem Tor bedienen konnte. Während der erste Versuch noch am vor ihm stehenden Oilers Verteidiger hängen blieb, fand der zweite Schuss sein Ziel im kurzen Eck zum 1-1 Ausgleich. Der Schock saß tief im Rexall Place, doch der Kämpfer Ryan Smyth(58.) sorgte wieder für, wie zu Beginn, ausgelassene Stimmung, als er zwei Minuten und 15 Sekunden vor dem Ende den Siegtreffer markieren konnte. Einen Schlenzer von Ales Hemsky drückte der Kanadier mit viel Willen und Glück vorbei an Ward über die Linie.
Die Oilers konnten damit in der Serie auf 1-2 verkürzen, stehen jedoch auch im Heimspiel am Montag unter Druck ein weiteres Erfolgserlebnis folgen zu lassen
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#47 Simon Züger #23 Mike Maneluk
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BeitragVerfasst am: 13.06.2006, 15:14    Titel: Antworten mit Zitat

SPIELTAG 13.06.2006

Carolina - Edmonton 2-1 (1-1/1-0/0-0)
(Serie 3-1)
Nach der knappen 1-2 Niederlage im dritten Playoffmatch sah Carolinas Headcoach Peter Laviolette noch keinen Grund sein Spielkonzept umzustellen. "Spiele, die so verlaufen sind wie am Samstag, haben wir auch schon gewonnen. Die Partie war doch äußerst knapp. Das Chancenverhältnis annähernd ausgeglichen. Warum sollten wir jetzt unsere Taktik umstellen? Natürlich gibt es immer etwas zu verbessern, vor allem mit unserem Überzahlspiel war ich keineswegs zufrieden. Sie können sicher sein, dass wir daran arbeiten unsere begangenen Fehler auszumerzen."
Dementsprechend sah Laviolette auch gar keinen Grund, den bereits am Trainingsbetrieb teilnehmenden Erik Cole frühzeitig einzusetzen. "Die Ärzte haben uns vor drei Wochen schon gesagt, dass Erik in diesen Playoffs nicht mehr voll genesen wird. Ich sehe uns auch gar nicht unter Druck. Vor der letzten Niederlage haben wir fünf Mal gewonnen und nur einmal verloren. Dies wird zu oft leicht übersehen, da wir im Conference-Finale über sieben Partien gehen mussten."
Auch Carolinas Teamkapitän Rod Brind'Amour strotzte voll Selbstvertrauen vor dem vierten Finalmatch: "Wir haben doch eindrucksvoll bewiesen, dass wir uns nicht von der Kulisse hier im Rexall Place beeindrucken lassen. So wird es auch heute Abend sein. Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass die Oilers vor heimischen Publikum agressiver agiert hätten, als in unserer Arena."
Und sie behielten recht. Durch einen 2-1 Auswärtserfolg im Rexall Place zu Edmonton stehen die Carolina Hurricanes einen Sieg vor ihrem ersten Stanley Cup Triumph. Wie schon im Aufeinandertreffen 48 Stunden zuvor an gleicher Stelle, lieferten sich beide Finalisten einen harten Kampf ohne die ganz große spielerische Klasse.
Die Gastgeber erwischten dabei einen Start nach Maß. Sergei Samsonov(9.) konnte bereits in der 9. Minute einen schnellen Konter aus dem eigenen Spieldrittel erfolgreich für seine Farben abschließen. Doch der Jubel im weiten Rund sollte nicht allzu lange andauern. Die Hurricanes konnten postwendend den Spielstand egalisieren. Cory Stillman(10.pp) nutzte eine nummerische Überlegenheit seines Teams bereits nach wenigen Sekunden zum Ausgleich. Sein harter und platzierter Schuss von Höhe des Bullypunktes musste Jussi Markanen, der insgesamt erneut sicher und zuverlässig agierte, passieren lassen. Die kurzzeitige Führung der Kanadier dauerte somit am Ende ganze 29 Sekunden lang. Mit diesem Unentschieden ging es auch in die erste Drittelpause.
Der Mittelabschnitt der Begegnung gehörte überwiegend bereits den Gästen aus Carolina. Es gelang ihnen, erfolgreich Torschüsse der Oilers zu verhindern und gelegentlich gefährliche Gegenstöße zu setzen. Einen davon verwandelte Mark Recchi(36.), nach schönem Zuspiel von Jungsar Eric Staal, zur erstmaligen Gästeführung. Die zuvor noch vor Begeisterung brodelnde Arena verfiel kurzfristig in eisiges Schweigen. Als hätten die Fans der Oilers in diesen Momenten des Schweigens bereits erahnt, wie spielentscheidend dieser Rückstand für das Heimteam sein würde, erholten sich die Oilers von diesem Rückstand nicht mehr wieder. Zu sehr spielte die Führung der Taktik der Hurricanes in die Karten. Im gesamten Rest des Spiels konnte der Kasten von Cam Ward nicht mehr ernsthaft in Gefahr gebracht werden. Die Hurricanes vermochten es mit Ruhe und taktischem Geschick, den Schwung aus den Angriffsbemühungen zu nehmen. Bis zum Ende der Spielzeit konnten die Canes das Torschussverhältnis mit 20-21 ausgeglichen auf niedrigem Niveau halten.
Starke Defensivarbeit war so am Ende einmal mehr das Geheinmis des Erfolges. Die Amerikaner haben mit diesem Auswärtssieg ihren Vorteil in der Serie weiter ausbauen können und stehen nun einen weiteren Sieg entfernt vom größten Erfolg in der Franchisegeschichte. Bereits am Mittwoch können sie nun auf eigenem Eis die Serie beenden, während das Team aus Edmonton bereits drei Siege in Folge benötigen würde, um seinen großen Traum doch noch zu verwirklichen.
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#47 Simon Züger #23 Mike Maneluk
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BeitragVerfasst am: 17.06.2006, 07:01    Titel: Antworten mit Zitat

SPIELTAG 15.06.2006

Edmonton - Carolina 4-3 OT (3-2/0-1/0-0/1-0)
(Serie 2-3)
Es wäre schon fast ein Wunder nötig, sollten die Edmonton Oilers doch noch den Stanley Cup Heim nach Canada bringen. In der traditionsreichen, über 100-jährigen Geschichte der begehrten Eishockeytrophäe war es noch nie einer Mannschaft gelungen, doch noch den Stanley Cup zu gewinnen, wenn sie zu einem Auswärtsspiel mit einem 1-3 Rückstand angereist waren.
Das 'Best of Seven' Playoffsystem wurde in 1939 von der NHL eingeführt, seitdem haben 26 Teams den Cup auch gewonnen, wenn sie mit 3-1 in Front lagen. Nur die Toronto Maple Leafs konnten 1942 das Blatt noch zu ihren Gunsten wenden, hatten aber in Spiel 5 Heimrecht. In deren Fußstapfen möchten nun die Oilers treten und das Unmögliche noch möglich machen.

Zu diesem Unterfangen erwischten die westkanadischen Gäste einen Traumstart. Im Hexenkessel RBC Center, die knapp 19.000 Besucher standen mit ihrer frenetischen Anfeuerung für die Hurricanes in Nichts den Fans von Edmonton nach, gelang Chris Pronger(1.) mit einem Distanzschuss nach nur 16 Sekunden die 1-0 Führung für die Oilers.
Viel Zeit sich über den Vorsprung blieb den Gästen aber nicht. Zwei Strafzeiten in Folge führten zu einer drückenden Überlegenheit der 'Canes' und während Mike Greene noch auf der Strafbank saß, gelang es Eric Staal(6.pp) im Nachstochern seine Torflaute zu beenden. Das Überzahlspiel der Hausherren ließ auch in der Folgezeit keine Wünsche offen. Wieder verstellte NHL-Veteran Doug Weight Oilers Schlussmann Jussi Markkanen die Sicht und diesmal überwand Ray Whitney(11.pp) den finnischen Torsteher.
Turbulent ging es im Minutentakt weiter. Die Achillesferse von Edmonton war in den letzten Finalpartien die mangelnde Chancenverwertung im Powerplay gewesen. Heute Nacht machten sie es besser. Gleich ihre erste nummerische Überegenheit nutzte Ales Hemsky(14.pp), um den Spielstand erneut zu egalisieren. Eishockeyherz was willst du mehr: Auch in den letzten fünf Minuten bis zur ersten Drittelpause nahmen sich die Kontrahenten keine Auszeit und spielten weiterhin offensiv nach vorne. Eine schöne Einzelaktion von Hemsky, der anschließend Michael Peca(20.) mustergültig bediente, führte schließlich dazu, dass die Oilers mit einem 3-2 Vorsprung in die Kabine gehen konnten.

Die Pause tat der Spielfreude beider Mannschaften keinen Abbruch. Die ersten zwei Großchancen des Mittelabschnitts hatte Carolina, doch Markkanen erwies sich vor allem mit seinem Save beim Schuss von Cory Stillman aus kurzer Distanz als Spielverderber. Während die Hurricanes ihre Probleme mit dem Torsteher der Oilers hatten, hatten jene Schwierigkeiten mit der doch sehr strengen Regelauslegung der beiden Hauptschiedsrichter. Erneut saß ein Oiler auf der Strafbank als Eric Staal(30.pp) zum 3-3 Gleichstand den Puck ins Netz beförderte. Kaum weniger unterhaltsam, jedoch mit weniger Glück im Abschluss auf beiden Seiten, gestaltete sich das zweite Drittel und so blieb es auch beim Remis bis zum Ertönen der Pausensirene.

Kaum vorstellbar, aber die ohnehin schon hochklassige, einem Stanley Cup Finale würdige Partie, nahm im dritten Durchgang an Intensität noch einmal zu. Kein Millimeter auf dem Eis wurde verloren gegeben und auf beiden Seiten kam es zu turbulenten Szenen vor dem Tor, doch die Abwehrkräfte behielten die Übersicht und so hatte man bereits zehn Minuten vor Drittelende das Gefühl, dass der nächste Treffer wohl die Entscheidung bringen müsste. Dieses Tor, maßgeblich für Freud und Leid eines Teams, sollte aber erst in der Verlängerung eines faszinierend offensiv geführten Eishockeyspiels, das Erinnerungen an das erste Aufeinandertreffen beider Teams wach werden ließ, fallen.

In der Verlängerung sah es zunächst danach aus, als könnten die Hausherren den Sieg unter Dach und Fach bringen, als sie in Überzahl auf dem Eis standen. Ein folgenschwerer Fehler von Eric Staal an der eigenen blauen Linie, als er Fernando Pisani(64.sh) den Puck zuspielte, bescherte den Edmonton Oilers doch noch eine weitere Heimpartie am kommenden Samstag.
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BeitragVerfasst am: 21.06.2006, 07:18    Titel: Antworten mit Zitat

SPIELTAG 20.06.2006


Stanley Cup Champion 2006 - CAROLINA HURRICANES

Edmonton - Carolina 1-3 (0-1/0-1/1-1)
(Serie 3-4)
Der Stanley Cup geht zum zweiten Mal in Folge in den Südosten der Vereinigten Staaten von Amerika. Nach den Tampa Bay Lightning in 2004 gewannen ihn heute Nacht die Carolina Hurricanes in einer bis zur Schlussminute spannenden Partie. Als wertvollster Spieler der Playoffs wurde Carolinas Schlussmann Cam Ward mit der Conn Smythe Trophy geehrt.
Großen Respekt muss man den 'Machern' der Hurricanes zollen, die es in wenigen Jahren geschafft haben, in North Carolina eine Eishockeyeuphorie zu entfachen, die man so nicht unbedingt erwarten konnte.

Das alles entscheidende Spiel 7 in einem Stanley Cup Finale zu gewinnen, diesen Traum träumt jeder Eishockeyspieler der Welt. Die zusammen 40 Protagonisten der Carolina Hurricanes und Edmonton Oilers sind heute Abend nahe daran diesen für sich und ihre Franchise zu verwirklichen.
Unabhängig davon, was in den 14 Tagen zuvor geschehen ist, die einzige hochbrisante Frage wird sein, ob die nun wieder gastgebenden Hurricanes, wie schon im Eastern Conference Finale gegen die Buffalo Sabres, erneut ihren Heimvorteil nutzen können, um zum ersten Mal in ihrer Franchisegeschichte den Cup nach Raleigh zu entführen oder ob die traditionsreichen Edmonton Oilers den psychischen Vorteil, einen schier aussichtslos wirkenden 1-3 Rückstand nach Spielen noch ausgeglichen zu haben, in North Carolina voll ausspielen können.
Natürlich gaben sich beide Headcoaches, Carolinas Peter Laviolette und Oiler Craig MacTavish am Morgen nach dem 'Pre Game Skate' zuversichtlich und strotzten voll Selbstvertrauen. Laviolette hielt sich zwar, was seine Aufstellung für die Partie betrifft bedeckt, ließ aber auch anklingen, dass Doug Weight, der vorgestern noch verletzungsbedingt pausieren musste, durchaus zur Verfügung stehen könnte. "Ich gebe jetzt aber keinesfalls genaue Angaben darüber ab, wer auflaufen wird und wer nicht. Das sehen Sie dann heute Abend. Die letzten zwei Niederlagen waren für uns zur rechten Zeit ein Tritt in den Hintern. Auch gegen Buffalo haben wir ein sechstes Spiel verloren und sind noch einmal eindrucksvoll zurückgekommen. Diese Erfahrung haben wir den Oilers voraus."
Laut MacTavish spielt es für seine Oilers keine Rolle wie nun genau der Kader ihrer Gastgeber aussehen wird: "Wir bleiben unserer Linie treu und werden wieder physisch voll präsent sein. Jeder Check wird bis zum Ende durchgezogen. Da ist es doch egal welche Nummer der Spieler trägt und wie er heißt, den man gerade checkt. Ob die Hurricanes in diesem Jahr schon einmal ein siebtes Spiel gewonnen haben oder nicht beeindruckt mich keineswegs. Heute steht es zunächst einmal 0-0 und bei diesem Spielstand hat keine Mannschaft einen Vorteil."
Die Statistik spricht zunächst einmal für die Hurricanes. Von den bisherigen 14 Stanley Cup Finals, die erst in einem siebten Spiel entschieden wurden, gewann elf Mal die gastgebende Mannschaft, zuletzt in 2004 die Tampa Bay Lightning gegen die Calgary Flames.

Die Anspannung vor dem Eröffnungsbully war den 'Starting Line Up' anzusehen, während die 19-jährige Holly Wilver beide Nationalhymnen vortrug. Dann ging es aber auch schon furios los. Gerade einmal eine Minute war absolviert, als Matt Cullen erstmals Jussi Markkanen im Tor der Oilers prüfte. Noch im gleichen Spielzug bekam Aaron Ward(2.) eine zweite Chance und schoss die schwarze Hartgummischeibe aus Höhe des rechten Bullykreises durch die Schoner des Finnen. Für Ward war es ebenso wie für seinen Vorlagengeber Mark Recchi der erste Punkt in den letzten fünf Finalpartien. Die Hurricanes waren auch in den Folgeminuten gegenüber ihren letzten zwei Auftritten nicht mehr wiederzuerkennen. Mit ungeheurem Einsatz drängten sie ein ums andere Mal ihre Gäste, die in den ersten zehn Spielminuten keine einzige nennenswerte Offensivaktion zustande brachten, in deren Verteidigungsdrittel.
Just in jener Phase als die Oilers etwas besser ins Spiel fanden, musste Jaroslav Spacek auf der Strafbank Platz nehmen. Die gerade auf heimischen Eis in Überzahl so erfolgreichen Gastgeber, sieben ihrer acht Überzahltreffer in den Finals erzielten sie zuhause, konnten diese nummerische Überlegenheit nicht in Zählbares ummünzen. Auch in den letzten fünf Minuten bis zum Drittelende waren die 'Canes' präsenter und vermeideten keinen Körperkontakt. Fünf Sekunden trennte die Oilers noch vor der herbeigesehnten Pause, als Steve Staios für seinen bereits geschlagenen Goalie im Torraum mit dem Handschuh die Scheibe vor dem Überqueren der Torlinie aufhielt. Der Videoentscheidung gegen den Treffer bzw. einen Penalty Shot, war besonders schwer zu fällen, da zum Zeitpunkt des Vergehens eine Strafe gegen die Oilers angezeigt war und das Spiel ja dann sofort unterbrochen worden wäre, sobald ein Oiler an den Puck bekommen hätte.

Mit einem Mann mehr auf dem Eis durften die Hausherren in das Mitteldrittel starten, doch die ersten zwei Großchancen hatten bei Unterzahl Fernando Pisani, der über das Tor zielte, sowie Rem Murray, der jedoch allein auf Cam Ward zulaufend keine Lücke fand. Kurz darauf vergab Mark Recchi eine Großchance. Seinen Schuss aus kurzer Distanz vereitelte Markkanen mit einer akrobatischen Fußabwehr. Wenig später hatten dennoch die Hurricanes Grund zur Freude. Ihre vierte Powerplaysituation schloss Frantisek Kaberle(25.pp), dessen Schuss von Jason Smith unglücklich abgefälscht wurde, mit dem 2-0 ab. Notgedrungen mussten die Oilers nun ihr Tempo erhöhen, hatten auch mehr Spielanteile als ihre Gastgeber. Der entscheidende Pass kam aber nicht an, da die 'Canes' ganz geschickt die Räume eng machten. Mehr Platz auf dem Eis hatten die Westkanadier zwischen der 37. und 38. Spielminute für 60 Sekunden als gleich zwei Hurricanes auf der Strafbank saßen, doch auch diese Gelegenheit ließen die Gäste, die dabei nur einmal Cam Ward prüfen konnten, ungenutzt. So konnten die Hurricanes mit einem beruhigenden, aber keinesfalls schon spielentscheidenden 2-Tore Vorsprung in die zweite Pause gehen.

Dass die Oilers sich noch lange nicht aufgegeben haben, bewiesen sie gleich zu Beginn des Schlussabschnitts. Gerade einmal 63 Sekunden waren absolviert, als Fernando Pisani(42.) mit seinem 14. Tor in diesen Playoffs die Hoffnungen der Gäste auf eine Spielwende wieder wach werden ließ. Die Zeit spielte aber für die 'Canes' die sich von dem Gegenschlag nicht aus der Ruhe bringen ließen, kaum noch ein Risiko eingingen und weiterhin konsequent verteidigten. Zehn Minuten vor Spielende hatte Carolinas Teamkapitän Rod Brind'Amour bei einem Konter sogar das 3-1 auf dem Schläger. Brind'Amours Nachschuss landete jedoch nur am Außenpfosten. Brenzlig wurde es für die späteren Champions drei Minuten danach, als sich Bret Hedican eine Strafzeit einhandelte. Doch erneut blieb den Oilers ein Erfolg im Powerplay verwehrt und auch Schlussmann Cam Ward, der im Anschluss der Partie als wertvollster Spieler der Playoffs 2006 geehrt wurde, hatte noch einmal Gelegenheit sich mit einer Glanztat gegen Pisani auszuzeichnen.
Für die Entscheidung zu Gunsten der Carolina Hurricanes sorgte schließlich Justin Williams(60.en) mit einem 'Empty Net Goal', als die Oilers verständlicherweise alles auf eine Karte gesetzt und Markkanen aus dem Tor genommen hatten.




Carolinas Teamkapitän Rod Brind'Amour mit dem Lohn der Mühe - dem Cup
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